Auftragsverfahren für Beschichtungen nach DIN – Normen & Anforderungen
Das Auftragsverfahren für Beschichtungen ist ein essenzieller Bestandteil der Oberflächentechnik und wird durch die Deutschen Industrie-Normen (DIN) geregelt. Diese Normen stellen sicher, dass Beschichtungsarbeiten bestimmten Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsstandards entsprechen.
Wichtige DIN-Normen für Beschichtungsverfahren
🔹 DIN EN ISO 12944 – Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme
🔹 DIN 55928 – Schutz von Metallen durch organische Beschichtungen
🔹 DIN 18363 – Maler- und Lackierarbeiten (Bauvertragliche Regelungen)
🔹 DIN 55633 – Beschichtungsstoffe für den Korrosionsschutz auf verzinktem Stahl
🔹 DIN EN ISO 4618 – Begriffe und Definitionen für Lacke und Beschichtungen
🔹 DIN EN ISO 8501 – Vorbereitung von Stahloberflächen vor dem Beschichten
Typische Auftragsverfahren für Beschichtungen
Je nach Untergrund, Anwendungsbereich und gewünschtem Schutz gibt es verschiedene Beschichtungstechniken:
🖌 Streichen/Rollen – Manuelle Anwendung für Innen- und Außenwände, Holzschutz, kleinere Flächen
🎨 Spritzlackierung (HVLP, Airless, Elektrostatik) – Effiziente Methode für Industrie, Fahrzeug- und Metallbeschichtungen
🔋 Pulverbeschichtung – Umweltfreundliches Verfahren für Metallteile, Aluminium und Maschinenbau
🛢 Tauchen & Fluten – Geeignet für großflächige industrielle Beschichtungen und Korrosionsschutz
💨 Elektrophoretische Beschichtung (KTL-Verfahren) – Hochbeständiger Korrosionsschutz für Metallteile
🔥 Flammspritzen & Plasma-Beschichtung – Spezialverfahren für Hochtemperaturanwendungen
Warum sind DIN-Normen wichtig?
✅ Sicherstellung gleichbleibender Qualität – Einheitliche Standards für Farbsysteme und Auftragstechniken
✅ Längere Haltbarkeit von Beschichtungen – Optimale Schutzwirkung gegen Korrosion, UV-Strahlung und Chemikalien
✅ Einhaltung von Umwelt- und Sicherheitsrichtlinien – Reduktion von Schadstoffen und VOC-Emissionen
✅ Optimierung von Produktionsprozessen – Effiziente Beschichtungsverfahren für Industrie und Handwerk
Fazit
Das richtige Auftragsverfahren für Beschichtungen nach DIN-Normen gewährleistet eine hohe Oberflächenqualität, Langlebigkeit und einen optimalen Schutz gegen äußere Einflüsse. Ob im Malerhandwerk, Fahrzeugbau oder Metallverarbeitung – die Wahl des passenden Beschichtungsverfahrens spielt eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit und Optik des Endprodukts.
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Das Auftragsverfahren ist das Aufbringen eines Anstriches auf einen Untergund,
z. B. durch streichen, rollen oder spritzen.
Auftragsverfahren für Beschichtungen nach DIN
Das Auftragsverfahren für Beschichtungen wird häufig durch die Deutsche Industrie-Normen (DIN) geregelt, um sicherzustellen, dass die Beschichtungsarbeiten den erforderlichen Qualitätsstandards entsprechen. Hier sind die wesentlichen Punkte und Normen, die in diesem Zusammenhang Bedeutung haben:
Relevante DIN-Normen
DIN 18363: Diese Norm behandelt die allgemeinen Anforderungen an die Ausführung von Maler- und Lackierarbeiten, einschließlich der Beschichtung.
DIN EN 1504: Diese Norm legt die Anforderungen für Produkte und Systeme zur Instandhaltung und zum Schutz von Beton fest, was auch Beschichtungen betrifft.
DIN 55945: Diese Norm beschreibt die Prüfmethoden für die Beständigkeit von Beschichtungen.
Schritte im Auftragsverfahren gemäß DIN
Vorbereitung der Ausschreibung:
Festlegung der spezifischen Anforderungen und Normen, die eingehalten werden müssen.
Definition des Leistungsumfangs und der Materialien auf Basis der relevanten DIN-Normen.
Ausschreibung:
Erstellung einer detaillierten Ausschreibung, die alle Anforderungen laut DIN zusammenfasst, einschließlich:Beschichtungsarten
Oberflächenvorbereitung
Qualitätsanforderungen
Angebotsauswertung:
Prüfung der eingegangenen Angebote auf Übereinstimmung mit den DIN-Vorgaben.
Berücksichtigung von Faktoren wie Preis, Qualität und Erfahrung des Anbieters.
Vertragsabschluss:
Ausarbeitung eines Vertrages, der die Anforderungen der DIN-Normen sowie die spezifischen Projektbedingungen beinhaltet.
Durchführung:
Überwachung der Arbeiten, um sicherzustellen, dass alle Schritte den DIN-Anforderungen entsprechen.
Durchführung von Qualitätskontrollen während der Arbeiten.
Abnahme:
Abschlussinspektion der durchgeführten Arbeiten gemäß den festgelegten DIN-Normen.
Dokumentation von Mängeln und gegebenenfalls Nachbesserungen.
Dokumentation:
Erstellung eines Abschlussberichts, der die Einhaltung der DIN-Normen und die Qualität der ausgeführten Arbeiten festhält.
Fazit
Das Auftragsverfahren für Beschichtungen nach DIN sorgt dafür, dass alle Arbeiten den höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Die Einhaltung der Normen fördert die Sicherheit, Langlebigkeit und Funktionalität der Beschichtungen und trägt zur Zufriedenheit der Auftraggeber bei.