Atmende Wände: Definition, Vorteile & Mythen
Atmende Wände sind Wandkonstruktionen, die Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf regulieren können, ohne dass Wasser in flüssiger Form eindringt. Dieser Begriff wird oft mit gesunder Raumluft, nachhaltigem Bauen & energieeffizienten Gebäuden in Verbindung gebracht.
1. Merkmale & Funktionsweise von atmenden Wänden
✔ Feuchtigkeitsregulierung – Diffusionsoffene Wände lassen Wasserdampf entweichen & verhindern Schimmelbildung.
✔ Wärmeisolierung – Die richtige Balance aus Feuchtigkeitsabgabe & Wärmedämmung sorgt für ein angenehmes Wohnklima.
✔ Schutz vor Kondensation – Verhindert Feuchtigkeitsansammlungen in der Wandstruktur.
✔ Verbesserung der Raumluftqualität – Reduziert Schadstoffe & Feuchtigkeitsspitzen im Innenraum.
2. Welche Materialien ermöglichen atmende Wände?
✅ Mineralische Putze & Farben (Silikatfarben, Kalkputz) – Diffusionsoffen & schimmelresistent
✅ Lehm & Naturbaustoffe – Hohe Feuchtepufferung & schadstoffbindend
✅ Holz & Holzfaserdämmung – Feuchtigkeitsregulierend & umweltfreundlich
✅ Porenbeton & Ziegel – Gute Wasserdampfdiffusionseigenschaften
🚫 Nicht atmungsaktive Materialien:
❌ Kunststoffdispersionsfarben – Bilden dichte Schichten & verhindern Feuchtigkeitsaustausch
❌ Dichte Kunststofftapeten – Blockieren Wasserdampfdiffusion
❌ Nicht diffusionsoffene Dämmstoffe – Können Feuchtigkeit einschließen & Bauschäden verursachen
3. Mythen & Missverständnisse über atmende Wände
🔹 „Wände müssen atmen wie eine Lunge“ – Falsch!
Wände lassen keine Luft durch, sondern nur Wasserdampf in sehr geringen Mengen. Der Luftaustausch erfolgt hauptsächlich über Fenster & Lüftungssysteme.
🔹 „Ohne atmende Wände gibt es Schimmel“ – Halbwahr!
Schimmel entsteht durch eine ungünstige Feuchtebalance, oft verursacht durch schlechte Belüftung, nicht durch eine „dichte“ Wand allein.
🔹 „Dampfdichte Materialien sind immer schlecht“ – Nicht unbedingt!
Moderne Gebäude nutzen kontrollierte Lüftungssysteme, die dichte Bauweisen ausgleichen & für gesunde Raumluft sorgen.
4. Vorteile von atmenden Wänden in der Baupraxis
🏡 Nachhaltigkeit – Umweltfreundliche Baustoffe fördern gesundes Wohnen
💨 Gutes Raumklima – Regulierung von Feuchtigkeit & Vermeidung von Schimmel
⚒ Langlebigkeit – Weniger Feuchteschäden & bessere Bausubstanz-Erhaltung
🔥 Kompatibilität mit ökologischen Heizsystemen – Ergänzt Passivhaus-Konzepte
5. Vergleich: Diffusionsoffene vs. Dampfdichte Wände
Eigenschaft | Atmende Wand (diffusionsoffen) | Dichte Wand (dampfsperrend) |
---|---|---|
Feuchtigkeitsregulierung | ✅ Sehr gut | ❌ Eingeschränkt |
Schimmelgefahr | ✅ Gering | ❌ Höher bei falscher Lüftung |
Wärmedämmung | ✅ Gut | ✅ Sehr gut (bei richtiger Dämmung) |
Energieeffizienz | ✅ Natürlich regulierend | ✅ Kontrollierbar mit Lüftungssystemen |
6. Welche Bauweise ist die beste?
✔ Für nachhaltiges & ökologisches Bauen: Diffusionsoffene Materialien (z. B. Lehm, Kalk, Holzfaser)
✔ Für moderne, energieeffiziente Neubauten: Gut gedämmte Konstruktionen mit kontrollierter Lüftung
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Ungedämmte Außenwände werden manchmal als ‘Atmende Wände’ bezeichnet. Man sagt ihnen nach, sie könnten ein gutes Innenraumklima sicherstellen sowie Feuchte- und Schimmelschäden vermeiden helfen. Ein bedauerlicher Irrtum zu Lasten der Umwelt, denn die wirklichen physikalischen Verhältnisse der Außenwand sind völlig anders: Für die Behaglichkeit ist die Innenoberflächentemperatur aller raumumschließenden Bauteile verantwortlich. Je kälter (ungedämmter) Wände, Decken, Fußböden und Fensterscheiben sind, desto stärker muß die Innenluft aufgeheizt werden, um noch behaglich wohnen zu können und desto größer ist die Gefahr von Tauwasserschäden. Gerade in der ungedämmten Bausubstanz mit ‘Atmenden Wänden’ findet man häufig Mängel, die Hausbesitzer teuer zustehen kommen und die Wohnqualität erheblich beeinträchtigen. Demgegenüber ermöglichen gut gedämmte Gebäude eine hohe Wohnbehaglichkeit schon bei 20° C Raumtemperatur (also ohne ‘Überheizen’) und beseitigen die Gefahr von Bauschäden.
Atmende Wände beziehen sich auf Wandkonstruktionen, die in der Lage sind, Feuchtigkeit und Luft durchzulassen, während sie gleichzeitig vor Wasser und anderen Umwelteinflüssen schützen. Dieser Begriff wird häufig im Zusammenhang mit nachhaltigem Bauen und energieeffizienten Gebäuden verwendet.
Merkmale von atmenden Wänden:
Feuchtigkeitsregulierung: Atmende Wände können überschüssige Feuchtigkeit abführen, was das Risiko von Schimmel und anderen Feuchtigkeitsproblemen verringert.
Materialien: Verwendung von diffusionsoffenen Materialien wie Holz, Lehm oder speziellen Baustoffen, die Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit ermöglichen.
Energieeffizienz: Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch die Reduzierung des Wärmeverlusts und die Verbesserung des Raumklimas.
Vorteile:
Gesundes Raumklima: Förderung eines gesunden Wohnumfeldes durch die Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Langlebigkeit: Reduzierung von Bauschäden durch Feuchtigkeit, was die Lebensdauer der Bausubstanz erhöht.
Nachhaltigkeit: Unterstützung nachhaltiger Baupraktiken und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
Anwendungen:
Wohngebäude: Insbesondere in ökologischen Bauprojekten, bei denen Wert auf nachhaltige Materialien und Bauweisen gelegt wird.
Sanierungsprojekte: Bei der Renovierung älterer Gebäude kann die Anwendung atmender Wände helfen, die Bausubstanz zu schützen und zu erhalten.
Atmende Wände sind ein wichtiger Aspekt im modernen Bauwesen und tragen zur Schaffung gesunder und nachhaltiger Lebensräume bei.